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AsylbLG-Leistungen: Anspruch, Bedarf und Antrag vorbereiten

Von Lisa S. • Aktualisiert am 5. Oktober 2026 • Geschätzte Lesezeit: 11 Minute

AsylbLG-Leistungen können Ihren Lebensunterhalt sichern, wenn Sie zum berechtigten Personenkreis gehören und Ihren Bedarf nicht selbst decken können, etwa während des Asylverfahrens oder mit einer Duldung. Entscheidend sind Ihr Aufenthaltsstatus, Ihre verfügbaren Mittel und Ihr konkreter Bedarf. Der Antrag auf diese Leistungen ist nicht der Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Klären Sie zuerst mit der für Ihre Unterkunft oder Ihren Wohnort zuständigen Leistungsbehörde, welche Unterlagen und welcher Einreichungsweg vorgesehen sind. Den Ablauf des Asylverfahrens finden Sie auf einer eigenen Seite. Hier erfahren Sie, wie Sie Anspruch und Bedarfssätze einordnen, den Leistungsantrag vorbereiten und Ihren Bescheid prüfen.

Wer Leistungen nach dem AsylbLG erhalten kann

Nach § 1 AsylbLG müssen Sie sich tatsächlich in Deutschland aufhalten und einer der dort genannten Gruppen angehören. Dazu zählen insbesondere Personen mit Aufenthaltsgestattung, Personen mit Duldung nach § 60a AufenthG und vollziehbar ausreisepflichtige Personen. Auch bestimmte weitere Antragssituationen und Familienangehörige sind erfasst. Nicht jede Aufenthaltserlaubnis führt zu einem Anspruch nach diesem Gesetz.

Bei Aufenthaltserlaubnissen nennt § 1 Absatz 1 Nummer 3 unter anderem § 23 Absatz 1 AufenthG wegen eines Krieges, § 25 Absatz 4 Satz 1 und § 25 Absatz 5 mit zusätzlicher zeitlicher Voraussetzung. Die bloße Beantragung irgendeines Aufenthaltstitels genügt nicht. Einkommen und verfügbares Vermögen werden geprüft. Eine bestehende Krankenversicherung ist dagegen kein pauschaler Ausschluss vom gesamten Leistungsbezug.

Bei vorübergehendem Schutz nach § 24 AufenthG kommt es auf Dokumente und die gesetzlich geregelten Voraussetzungen an. Ein Schutzgesuch ohne Aufenthaltserlaubnis oder entsprechende Fiktionsbescheinigung ist in § 1 Absatz 1 Nummer 1b erfasst. § 1 Absatz 3a regelt unter seinen Voraussetzungen den Ausschluss aus dem AsylbLG nach Ausstellung einer Fiktionsbescheinigung. Lassen Sie den Wechsel in ein anderes Leistungssystem konkret prüfen; Staatsangehörigkeit oder Antragstellung allein ersetzen diese Prüfung nicht.

Eine Ablehnung des Asylantrags beendet die Leistungen nicht automatisch. Maßgeblich ist, ob die Leistungsvoraussetzungen weiter bestehen. § 1 Absatz 3 nennt die Ausreise und den Wegfall einer Leistungsvoraussetzung. Daneben enthalten § 1a und § 1 Absatz 4 besondere Einschränkungen und Ausschlüsse, etwa in bestimmten Überstellungs- oder Schutzkonstellationen. Sie gelten nicht unterschiedslos für alle abgelehnten Asylanträge. Bei einem solchen Bescheid sollten Sie die konkrete Rechtsgrundlage, eine gerichtliche Anordnung der aufschiebenden Wirkung und mögliche Härtefallregelungen prüfen lassen.

Für die Übergangsregeln des Asylverfahrens ist das Datum wichtig: Nach § 87e AsylG und Artikel 79 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2024/1348 bleiben vor dem 12. Juni 2026 eingereichte Asylanträge im bisherigen Verfahrensrecht; für ab diesem Tag eingereichte Anträge gilt das neue Verfahrensrecht. Beim Entzug von Schutz ist der Beginn der Überprüfung maßgeblich. Davon getrennt ist die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats: Artikel 84 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2024/1351 erhält für vor dem 1. Juli 2026 registrierte Anträge die bisherigen Dublin-Kriterien. Diese Verfahrensregeln sind keine pauschale Bestandsschutzregel für sämtliche AsylbLG-Leistungen. Lassen Sie bei einer Einschränkung oder einem Ausschluss die Daten, die konkrete Entscheidung und die dafür geltende Rechtsgrundlage zusammen prüfen.

Welche Bedarfe die Grundleistungen decken

§ 3 AsylbLG unterscheidet notwendigen Bedarf, etwa Ernährung, Kleidung, Unterkunft, Heizung, Gesundheitspflege und Haushaltsgüter, vom notwendigen persönlichen Bedarf des täglichen Lebens. Die Leistungen können durch Sachleistungen, Geld, Bezahlkarten oder andere gesetzlich vorgesehene Formen erbracht werden. Die Unterbringung in einer Aufnahmeeinrichtung und die Unterbringung außerhalb davon unterliegen unterschiedlichen Regeln.

Außerhalb einer Aufnahmeeinrichtung werden notwendige und angemessene Bedarfe für Unterkunft, Heizung, Hausrat, Wohnungsinstandhaltung und Haushaltsenergie gesondert berücksichtigt. Sie sind deshalb nicht einfach mit dem Tabellenbetrag für den Lebensunterhalt abgegolten. Bedarfe für Bildung und Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden nach § 3 Absatz 4 ebenfalls gesondert berücksichtigt.

Die bekanntgemachten Bedarfssätze für 2026

Die Bekanntmachung für die Zeit ab 1. Januar 2026 und die Übersicht des BMAS nennen folgende Monatsbeträge. Sie betreffen die Grundleistungen nach § 3a, nicht Analogleistungen nach § 2. Die Gesamtbeträge ergeben sich aus notwendigem und notwendigem persönlichem Bedarf. Sachleistungen oder bereits anderweitig gedeckte Bedarfe können dazu führen, dass weniger Geld ausgezahlt wird.

BedarfsstufeNotwendiger BedarfPersönlicher BedarfGesamt pro Monat
1: Alleinstehende oder Alleinerziehende in einer Wohnung, soweit keine andere Stufe gilt253 €202 €455 €
2: Partner in einer Wohnung; der Gesetzeswortlaut erfasst auch erwachsene Personen in bestimmten Sammelunterkünften227 €182 €409 €
3: Unverheiratete Erwachsene unter 25 bei mindestens einem Elternteil in einer Wohnung; Erwachsene in stationären Einrichtungen202 €163 €365 €
4: Jugendliche von 14 bis 17 Jahren267 €138 €405 €
5: Kinder von 6 bis 13 Jahren202 €135 €337 €
6: Kinder bis 5 Jahre179 €130 €309 €

Die Zuordnung richtet sich nach den genauen Voraussetzungen in § 3a AsylbLG. Für Jugendliche, die nicht mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung leben, sieht der Gesetzeswortlaut eine besondere Zuordnung vor. Die Tabelle ist daher keine vollständige Einzelfallberechnung.

Ob die bekanntgemachten niedrigeren Beträge anstelle der höheren Beträge aus 2024 anzuwenden sind, ist zwischen Gerichten umstritten. Im Beschluss vom 10. Februar 2026 (S 12 AY 392/26 ER) verpflichtete das Sozialgericht Karlsruhe den dortigen Leistungsträger, dem Antragsteller für den Zeitraum vom 2. Februar bis zum 31. Dezember 2026 vorläufig Leistungen nach der Bedarfsstufe 1 von 2024 zu gewähren. Das Gericht wendet den Schutz vor einer Absenkung aus § 28a Absatz 5 SGB XII über § 3a Absatz 4 AsylbLG auch für 2026 an und setzt den entsprechenden Bedarf mit 460 Euro an. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg lehnt diese Auslegung dagegen im Beschluss vom 19. Januar 2026 (L 7 AY 2467/25 ER-B) ab; dieser Beschluss betrifft Leistungen für 2025. Beide Entscheidungen stammen aus Eilverfahren und legen keinen bundesweit einheitlichen Anspruch für alle Fälle im Jahr 2026 fest. Die Tabelle dokumentiert deshalb nur die Bekanntmachung, nicht einen abschließend geklärten individuellen Anspruch. Bei alleinstehenden Erwachsenen in Gemeinschaftsunterkünften ist zusätzlich die Zuordnung zur abgesenkten Bedarfsstufe umstritten. Lassen Sie bei einem solchen Bescheid sowohl die Einstufung als auch die Fortschreibung prüfen; beide Fragen sind voneinander zu unterscheiden.

Die Tabelle enthält nicht den gesonderten Sofortzuschlag nach § 16 AsylbLG von monatlich 25 Euro. Er steht minderjährigen Leistungsberechtigten sowie unverheirateten Leistungsberechtigten unter 25 zu, die mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung im Sinne der genannten Vorschrift zusammenleben. Prüfen Sie diesen zusätzlichen Betrag im Bescheid getrennt von den Bedarfssätzen.

Bezahlkarte: Leistungsform und tatsächliche Nutzbarkeit klären

Eine Bezahlkarte ist eine mögliche Form der Leistungserbringung, keine zusätzliche Sozialleistung. Aus § 3 ergibt sich kein bundesweit einheitlicher Bargeldbetrag oder identischer Funktionsumfang jeder Karte. Fragen Sie die Leistungsbehörde nach den für Ihre Karte geltenden Möglichkeiten, etwa bei Bargeld, Überweisungen und notwendigen Zahlungen.

Soweit der notwendige persönliche Bedarf oder der Bedarf für Haushaltsenergie nicht mit der Bezahlkarte gedeckt werden kann, ist er nach § 3 Absatz 3 als Geldleistung zu erbringen. Jedes volljährige Haushaltsmitglied muss nach § 3 Absatz 5 selbstständig und unabhängig über seinen Leistungsumfang auf einer Karte verfügen können. Dokumentieren Sie konkrete Hindernisse und den betroffenen Bedarf, statt nur allgemein auf die Karte zu verweisen.

Behandlung, Schwangerschaft und besondere Bedarfe

§ 4 AsylbLG sieht für Erwachsene insbesondere die erforderliche Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände, Arznei- und Verbandmittel, medizinisch gebotene Vorsorge und Schutzimpfungen vor. Zahnersatz wird nur gewährt, soweit er im Einzelfall aus medizinischen Gründen unaufschiebbar ist. Bei Schwangerschaft und nach der Geburt gehören ärztliche und pflegerische Betreuung, Hebammenhilfe sowie die genannten Mittel zur Versorgung.

Für Minderjährige enthält § 4 Absatz 4 eine weitergehende Regelung: Die §§ 47 bis 52 SGB XII sind entsprechend anzuwenden; die Leistungsbehörde übernimmt Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen. Auf dieser Grundlage begonnene Behandlungen sind beim Eintritt der Volljährigkeit ohne Unterbrechung oder Verzögerung weiter zu gewähren. Die beschränktere Beschreibung für Erwachsene darf deshalb nicht pauschal auf Kinder übertragen werden.

Weitere unerlässliche Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts oder der Gesundheit und besondere Bedürfnisse von Kindern können nach § 6 AsylbLG berücksichtigt werden. Begründen Sie den konkreten Bedarf und legen Sie passende ärztliche Unterlagen oder Kostennachweise vor. Baby-Erstausstattung oder ein besonderer gesundheitlicher Bedarf sind gesondert zu prüfen; die medizinische Schwangerschaftsversorgung allein bewilligt nicht automatisch jeden zusätzlichen Gegenstand.

Klären Sie örtlich, ob Sie für den Zugang zur Versorgung einen Behandlungsschein oder eine elektronische Gesundheitskarte erhalten und welche Bewilligung vorher erforderlich ist. Die Karte allein macht Sie nicht automatisch zu einem regulär gesetzlich Versicherten und erweitert den gesetzlichen Leistungsumfang nicht von selbst.

Nach 36 Monaten: Analogleistungen gesondert prüfen

Nach § 2 AsylbLG gelten unter den dort genannten Voraussetzungen das SGB XII und Teil 2 des SGB IX entsprechend, wenn Sie sich seit 36 Monaten ohne wesentliche Unterbrechung in Deutschland aufhalten und die Aufenthaltsdauer nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben. Es handelt sich um Analogleistungen innerhalb des AsylbLG, nicht um einen automatischen Wechsel in einen direkten SGB-XII-Anspruch.

Für minderjährige Kinder in einer Haushaltsgemeinschaft gilt die besondere Regelung des § 2 Absatz 3, wenn mindestens ein Elternteil Analogleistungen erhält. Bei älteren Bewilligungen sind Übergangsvorschriften zu prüfen: § 20 AsylbLG erhält die frühere Fassung des § 2 für Personen, die bis zum 26. Februar 2024 bereits Leistungen nach § 2 Absatz 1 erhalten haben. Lassen Sie Aufenthaltszeiten und frühere Bescheide nachvollziehen; die alte Aussage „nach 18 Monaten immer SGB XII“ ist nicht zutreffend. Für alleinstehende Erwachsene in Sammelunterkünften hat das Bundesverfassungsgericht die Sonderbedarfsstufe nach § 2 Absatz 1 Satz 4 Nummer 1 im Beschluss vom 19. Oktober 2022 (1 BvL 3/21) für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt. Nach der dortigen Übergangsregel ist für diese Personen bis zu einer Neuregelung die Regelbedarfsstufe 1 anzuwenden. Das ist von der gesonderten Streitfrage bei Grundleistungen nach § 3a zu unterscheiden.

Den Antrag bei der zuständigen Leistungsbehörde vorbereiten

Die zuständige Stelle hängt von Bundesland, Unterbringung und Verfahrensstand ab. Wenden Sie sich an die Leistungsstelle Ihrer Aufnahmeeinrichtung oder an die vom Landkreis beziehungsweise der Stadt benannte AsylbLG-Behörde. Das BAMF entscheidet über den Asylantrag, nicht über den örtlichen Leistungsantrag.

Zwei Personen reichen sich im Freien die Hand.
Beim Leistungsantrag zählt der zuständigen Behörde gegenüber der belegte Bedarf; das Asylverfahren ist ein eigener Vorgang.

Das ServicePortal Berlin nennt beispielsweise zu Beginn des Asylverfahrens das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und Unterbringung; später können die Ämter für Soziales zuständig sein. Berlin nennt einen Antrag mit Anlage, Personal- und Aufenthaltsdokumente, Nachweise zu Einkommen und Vermögen sowie gegebenenfalls weiteren notwendigen Bedarfen. Diese Berliner Zuständigkeit und diese Formulare gelten nicht automatisch bundesweit.

Bereiten Sie die vorhandenen Aufenthalts- und Identitätsunterlagen sowie die angeforderten Einkommensnachweise und Vermögensnachweise vor. Dazu können je nach Fall Angaben zu Haushaltsmitgliedern, Unterkunft und Mietkosten, bisherige Leistungsbescheide sowie Nachweise besonderer Bedarfe kommen. Reichen Sie nicht wahllos medizinische Unterlagen ein, sondern die für den beantragten Bedarf erforderlichen Nachweise.

Fragen Sie nach dem zugelassenen Einreichungsweg und den konkret fehlenden Unterlagen. Es gibt keinen hier verifizierten bundesweiten Online-Antrag und keine allgemeine Pflicht, jeden Leistungsantrag persönlich abzugeben. Berlin nennt für diese Leistung keine Gebühren. Bewahren Sie eine Kopie des Antrags und einen Eingangsnachweis auf. Wenn Ihnen aktuell Essen, Unterkunft oder notwendige Versorgung fehlen, teilen Sie die Dringlichkeit der zuständigen Stelle ausdrücklich mit.

Einkommen, Bescheid und Änderungen nachvollziehen

Nach § 7 AsylbLG sind verfügbares Einkommen und Vermögen grundsätzlich einzusetzen. Vom Erwerbseinkommen bleiben 25 Prozent außer Betracht, jedoch höchstens 50 Prozent der maßgeblichen Summe der Bedarfssätze nach § 3a. Daneben nennt das Gesetz bestimmte Absetzungen. Für Vermögen gilt grundsätzlich ein Freibetrag von jeweils 200 Euro für Leistungsberechtigte und im selben Haushalt lebende Familienangehörige; außerdem bestehen besondere gesetzliche Ausnahmen. Diese Regeln dürfen nicht unverändert auf Analogleistungen nach § 2 übertragen werden.

Prüfen Sie im Bescheid die Rechtsgrundlage, die Bedarfsstufe, den Zeitraum, angerechnetes Einkommen und bereits durch Sachleistungen gedeckte Bedarfe. Vergleichen Sie den Auszahlungsbetrag deshalb nicht allein mit der Gesamtsumme der Tabelle. Melden Sie leistungsrelevante Änderungen, etwa beim Einkommen, Haushalt oder Aufenthaltsstatus, der zuständigen Behörde.

Bei einer Ablehnung oder einer aus Ihrer Sicht falschen Berechnung beachten Sie die Rechtsbehelfsbelehrung. Nach § 84 SGG beträgt die Widerspruchsfrist grundsätzlich einen Monat nach Bekanntgabe, bei Bekanntgabe im Ausland drei Monate. Nutzen Sie einen zugelassenen Weg; eine gewöhnliche E-Mail genügt nicht automatisch. Der Überblick zum Widerspruch im Sozialrecht hilft beim Einordnen. Bei einer existenziellen Versorgungslücke oder einer Einschränkung lassen Sie auch einen möglichen gerichtlichen Eilantrag prüfen.

Fragen zu besonderen Berechnungssituationen

Wie wird ein Monat berechnet, wenn der Anspruch erst im Laufe des Monats beginnt?

Stehen Grundleistungen nicht für einen vollen Monat zu, werden sie anteilig erbracht. Nach § 3 Absatz 5 AsylbLG wird der Monat dabei mit 30 Tagen berechnet. Prüfen Sie den im Bescheid zugrunde gelegten Zeitraum und die Anzahl der berücksichtigten Tage. Die Monatsbeträge der Tabelle sind deshalb bei einem Teilmonat nicht ohne Weiteres vollständig auszuzahlen.

Bleiben Einnahmen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit immer vollständig anrechnungsfrei?

Einnahmen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit bleiben bei Grundleistungen nur unter den Voraussetzungen und bis zur Grenze des § 7 Absatz 3 AsylbLG anrechnungsfrei. Die Grenze richtet sich nach dem dort genannten Einkommensteuergesetz-Betrag, nicht nach jeder Zahlung für ein Ehrenamt. Legen Sie Tätigkeits- und Einnahmennachweise vor; bei Analogleistungen gelten andere Berechnungsregeln.

Muss ich für die Berufsausbildung unentbehrliche Gegenstände zuerst verkaufen?

Nach § 7 Absatz 5 AsylbLG bleiben Vermögensgegenstände außer Betracht, die für die Aufnahme oder Fortsetzung einer Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit unentbehrlich sind. Begründen Sie gegenüber der Behörde, wofür Sie den Gegenstand benötigen und weshalb er dafür unentbehrlich ist. Die Ausnahme gilt nicht automatisch für jeden wertvollen Gegenstand und ist von dem allgemeinen Vermögensfreibetrag zu unterscheiden.

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Lisa S.
Mit einem Abschluss in Kommunikationswissenschaften habe ich mich auf das Verfassen von Texten zu sozialen Themen spezialisiert. Bei antragstellung.com unterstütze ich Menschen in Deutschland dabei, den oft komplexen Prozess der Beantragung von Sozialleistungen besser zu verstehen.

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